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Pressemitteilung 18.09.2009

Posted 18. September 2009 By Stefan Rieß

Pressemitteilung 18.September 2009

Digitalfunk für den Rettungsdienst im Kreis Siegen-Wittgenstein

Löschzug Achenbach testet Digitalfunk bei Übung in den Natozähnen

Mit einer Übung in den “Natozähnen“ auf dem Fischbacherberg in Siegen hat der Löschzug Achenbach der Feuerwehr Siegen jetzt den neuen Digitalfunk unter Einsatzbedingungen getestet. „Im Kreis Siegen-Wittgenstein ist dies die erste Einsatzübung unter realistischen Bedingungen, die mit dem neuen Kommunikationsmittel “Digitalfunk“ durchgeführt wird“, erläutert Kreisbrandmeister Bernd Schneider.

Mittelfristig wird in ganz NRW der alte analoge Funk für Feuerwehren und Rettungsdienste durch den neuen Digitalfunk abgelöst. Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist nun einer der ersten Kreise, der mit den praktischen Vorbereitungen auf die Umstellung beginnt. Für die flächendeckende Inbetriebnahme des Digitalfunknetzes ist vom Land NRW ein Zeitraum von bis zu 3 Jahren vorgesehen. Bis dahin kann der Digitalfunk aber schon vor Ort als Einsatzstellenfunk bzw. zu Ausbildungszwecken genutzt werden. Das Land empfiehlt dies auch zu tun, um entsprechende Erfahrungen mit der neuen Technik zu sammeln.

Zu Beginn des Jahres wurden 4 Mitarbeiter der Kreisleitstelle am Institut der Feuerwehr in Münster im Umgang mit der neuen Technik ausgebildet. Inzwischen hat der Kreis 10 digitale Funkgeräte beschafft. Im August wurden die Geräte ausgeliefert und programmiert, so dass jetzt Informationsveranstaltungen für die Angehörigen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen durchgeführt werden können. In der Folgezeit finden dann weitere, tiefer gehende Ausbildungen von Multiplikatoren im Kreisgebiet statt , um die ca.4000 Helfer der Organisationen weiterzubilden.

„Mit der Übung in den Natozähnen verfolgen wir das Ziel zu testen, wie der Digitalfunk unter Einsatzbedingungen, etwa auch in Kellern unter Stahlbetondecken, funktioniert“, erläutert Kreisbrandmeister Bernd Schneider. „Deshalb wird bei dieser Übung auch die Kommunikation zwischen den Einsatztrupps sowie die Handhabung der Funkgeräte unter erschwerten Bedingungen – etwa unter Atemschutz – beobachtet und analysiert“, so Schneider.

Die gewonnen Erkenntnisse sollen dann in die Umsetzung einsatztaktischer Konzepte für den Digitalfunk einfließen.

Ausgangslage für die Übung ist die Annahme, dass ein Kellerbrand ausgebrochen ist und 2 Personen in dem Gebäude vermisst werden. Der Löschzug Achenbach der Feuerwehr Siegen wird mit 2 Löschfahrzeugen an der Einsatzstelle die Menschenrettung und Brandbekämpfung unter Atemschutz durchführen.

 

Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Internet unter

http://www.siegen-wittgenstein.de

    
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