Vorstellung der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Siegen

Feuerwehr stellt neue Rettungshundestaffel vor
Datum:   28.07.2013, ca. 10:00 Uhr
 
Siegen. Die Feuerwehr Siegen hat seit Sonntag offiziell eine neue Rettungshundestaffel. In Fachkreisen heißt sie jedoch Facheinheit für Rettungshunde und Ortungstechnik, kurz RHOT. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde, verbunden mit einem Pressetermin wurde die neue Rettungshundestaffel unter der Anwesenheit von Siegens stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Siegen, Thomas Adamek und dem Löschzugführer des Löschzuges 13 – Achenbach, Stefan Rieß auf der Feuer- und Rettungswache an der Weidenauer Straße durch den Staffelleiter Rüdiger Grodzycki vorgestellt. 

Nachdem die Hundeführer zusammen mit ihren Hunden und den Helfern der Hundestaffel vorgestellt wurden, erläuterte Staffelleiter Rüdiger Grodzycki die Aufgaben der neuen Rettungshundestaffel: „Wir helfen unter anderem bei der Suche von vermissten Personen wie beispielsweise desorientierten Personen, Alzheimer- und Demenzpatienten, vermissten Kindern und Wanderern und Suizid gefährdeten Menschen“. Die Rettungshundestaffel unterteilt sich in die Suche mit Flächensuchhunden und der Suche mit Mantrailer Hunden. Bei der Flächensuche sucht der Hund stets unangeleint, gekennzeichnet mit einer Kenndecke und einem Glöckchen. Er stöbert nach jeder menschlichen Witterung im Suchgebiet und meldet seinem Hundeführer einen möglichen Fund durch Verbellen, Bringseln oder Freiverweisen. Das Mantrailing (Man = Mensch, – Trail = Spur) ist die spezielle Personensuche. Bei dieser Art der Suche ist der Hund angeleint und sucht nach einer bestimmten Person, deren Geruch der Hund vorher in Form eines „Geruchsträgers“ wie beispielsweise einem Kleidungsstück oder einer Haarbürste bekommt. Der Unterschied zum Flächenhund liegt darin, dass der Hund nach einer bestimmten Person sucht und nicht wie bei der Flächensuche, jeden menschlichen Fund anzeigt. 
 
Inoffiziell gehört die neue Rettungshundestaffel bereits seit Februar dieses Jahres zur Feuerwehr Siegen. Vorher gehörte sie zur Johanniter Unfallhilfe im Märkischen Kreis. Die Idee mit der Feuerwehr zusammenzuarbeiten entstand schon vor dreieinhalb Jahren bei einer Zusammenarbeit mit dem Löschzug Achenbach. Hier kam dann die Entscheidung bei allen beteiligten, lieber der Feuerwehr anzugehören. Dieser Wunsch konnte inzwischen Erfüllt werden. Der Staffelstandort ist beim Löschzug 13 in Achenbach.
 
Die Staffel hat insgesamt elf Hundeführer und Helfer mit insgesamt elf Rettungshunden. Hierzu gehören sieben Mantrailer und vier Flächenhunde die sich allesamt noch in der Ausbildung befinden. Ein Mantrailer und ein Flächenhund waren nach DRK-Prüfordnung geprüft. Diese Prüfung muss aber in den nächsten Wochen erneuert werden um wieder Einsatztauglich zu sein.
 
Alle Staffelmitglieder machen zusätzlich zu ihrer bisherigen Ausbildung nun auch noch die Feuerwehr-Grundausbildung TM 1-4. Neben ihrem eigentlichen Aufgabengebiet sind sie den jeweiligen Feuerwehr-Einheiten im Stadtgebiet Siegen sowie den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes unterstellt und werden hier künftig im Übungs- und Einsatzdienst mitarbeiten. Alarmiert werden kann die Rettungshundestaffel natürlich auch zu Einsätzen außerhalb des Siegener Stadtgebietes. Die Alarmierungen laufen über die Feuerwehr-Leitstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Polizei.
 
Auch die Rettungshundestaffel schließt sich der Werbekampagne „Mut macht Glücklich“ der Feuerwehr Siegen an sucht auch für die Zukunft Nachwuchsmitglieder, die neben Interesse an der Feuerwehrarbeit, auch Interesse an der Arbeit mit Rettungshunden haben. Wer also Interesse an der Rettungshundearbeit und der Arbeit bei der Feuerwehr hat, das Team der Rettungshundestaffel mal näher kennen lernen möchte und vielleicht mal unverbindlich an einem Probetraining teilnehmen möchte, der ist jederzeit herzlich Willkommen. Anfragen hierzu beantwortet der Staffelführer Rüdiger Grodzycki unter der Rufnummer: 0171 / 332 45 42.

Text: Jörg Büdenbender

'